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Besser Olivenöl statt Butter

... und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt!

Regelmäßiger Genuss von Olivenöl ist gesund. Wie die Kontroll- und Zulassungsbehörde für Lebens- und Arzneimittel der USA, die Food and Drug Administration (FDA), in einer Mitteilung vom 1. November 2004 bekannt gab, wirken die einfach ungesättigten Fettsäuren des Öls vorbeugend gegen Herz-Kreislauferkrankungen. Die FDA verleiht aus diesem Grund Olivenöl den Status eines gesundheitsfördernden Lebensmittels.

Für ihre Einschätzung bewertete die FDA die Ergebnisse von insgesamt 12 Studien aus verschiedenen Ländern, darunter den USA, Australien, Spanien und Schweden. Alle Studien hatten den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Olivenöl und dem Verhalten der Cholesterinwerte im Blut bei Studienteilnehmern untersucht. Hohe LDL-Cholesterin- und niedrige HDL-Cholesterin-Spiegel sind seit längerem als bedeutsame Risikofaktoren für die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen bekannt. LDL-Cholesterin gilt als das "schlechte" Cholesterin, da es eine Schädigung der Blutgefäßwände durch deren Verkalkung begünstigt. Die entstehende Arteriosklerose fördert die Bildung von Herz-Kreislauferkrankungen wie chronischem Bluthochdruck, Angina pectoris, Herzinfarkt oder Schlaganfall. HDL-Cholesterin, das "gute" Cholesterin, dagegen ist für den Abtransport von Cholesterin aus dem Körpergewebe in die Leber verantwortlich und unterstützt auf diese Weise dessen Abbau.

In den Studien zeigte sich, dass die einfach ungesättigten Fettsäuren des Olivenöls bei regelmäßigem Genuss die Konzentration an LDL-Cholesterin im Blut senkten. Diese Senkung war signifikant, wenn Olivenöl und Olivenöl-enthaltende Lebensmittel die gesättigten Fettsäuren anderer Nahrungsmittel wie Butter oder Wurst ersetzten, so dass der tägliche Gesamtverbrauch an Kalorien nicht zunahm. Die Blutspiegel des HDL-Cholesterins dagegen wurden in den meisten Studien durch die einfach ungesättigten Fettsäuren des Olivenöls nicht beeinflusst. Eine Reduktion des HDL-Cholesterins wie in Studien beim Verzehr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Sonnenblumenöl) war hier also nicht zu beobachten.

Auch wenn die Untersuchungen zur Wirkung von einfach ungesättigten Fettsäuren noch nicht endgültig abgeschlossen sind, ergaben sich somit deutliche Hinweise auf eine positive Wirkung von Olivenöl und Produkten, die Olivenöl enthalten. Die FDA stuft Olivenöl deshalb als gesundheitsförderndes Lebensmittel ein: Der tägliche Genuss von mehr als zwei Esslöffeln bzw. 23 Gramm Olivenöl reduziert das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, wenn das Öl anstelle von anderen fetthaltigen Lebensmitteln verzehrt wird. Die Gesamtmenge an Kalorien sollte laut Empfehlung der FDA nicht erhöht werden. Lebensmittel, die Olivenöl enthalten, wie bestimmte Margarine- oder Salatdressingsorten, dürfen in den USA in Zukunft mit dem Hinweis auf die gesundheitsfördernde Wirkung des Öls gekennzeichnet werden.

Olivenöl wird aus den Früchten des Echten Ölbaums, den Oliven, gewonnen. Es hat eine gelbe bis grünlichgelbe Farbe und besteht zu 64-86% aus Glyceriden der Ölsäure. Unterschieden werden je nach Herstellungsart natives, raffiniertes und reines Olivenöl. Natives Öl entsteht durch Kaltpressung. Aus der ersten Pressung kommt natives Olivenöl in der Qualitätsstufe extra. Es enthält kaum freie Fettsäuren und hat einen leicht fruchtigen Eigengeschmack. Die nativen Olivenöle der folgenden Pressungen mit den Qualitätsstufen fein bzw. mittelfein haben ein stärkeres Aroma. Der Echte Ölbaum (Olea europaea) ist ein gedrungener, mehr als 1000 Jahre alt werdender, bis 20m hoher Baum. Er wird heute in verschiedenen Ländern der Erde angebaut, v.a. im Mittelmeerraum, der Türkei, Nordafrika, den USA, Südamerika und in China. Der echte Ölbaum gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen, sein Öl wird bereits seit 3000 v.Chr. im südlichen Vorderasien genutzt. In der Antike war er ein Sinnbild für Wohlbefinden, Fruchtbarkeit und Glück. Bei Juden und Christen gelten Ölzweige als Zeichen des Friedens. In Südeuropa sollen am Palmsonntag geweihte Olivenzweige das Haus vor Unheil schützen.

Quelle(n):

http://www.fda.gov/bbs/topics/news/2004/NEW01129.html

http://www.cfsan.fda.gov/~dms/qhcolive.html

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