Oliven

Olivenöl - ja, aber nur roh?

Zum Salat, zur Rohkost nimmt jeder gerne Olivenöl. Aber zum Kochen oder gar zum Braten? Es scheint ein aus Frankreich stammendes Vorurteil zu sein, dass Olivenöl sich nicht zum Kochen eignet. Richtig ist jedoch, dass es sich dazu viel besser eignet als andere Fette. Der Siedepunkt, also die Temperatur, bei der die Flüssigkeit in Gas übergeht, liegt zwischen 210o und 230o Celsius (abhängig vom Säuregehalt). Zum Vergleich: Erdnussöl 210o C, Sonnenblumenöl 170o C und Butter 110o C. Olivenöl eignet sich also am besten, selbst zum Frittieren, wofür sogar nachgewiesen wurde, dass Olivenöl nicht so stark in die Lebensmittel einzieht, wie dies andere Fette tun.
Gleichwohl ist es nicht ratsam, den Siedepunkt zu erreichen, denn dann verändert sich die chemische Zusammensetzung des Öls, so dass geruchlose, aber schädliche Stoffe freigesetzt werden!
Von ONIDOL (ein interprofessioneller Zusammenschluß von Ölfruchtverarbeitern) gibt es ein paar Regeln, die man beim Frittieren beachten sollte:

Zum Braten eignet sich Olivenöl ebenfalls bestens. Z.B. ein BSE-freies Steak, mit einem Thymianzweig und einer kleinen Knoblauchzehe in Olivenöl gebraten ist eine Köstlichkeit. Beträufeln Sie es mit Extra-virgine-Olivenöl, sobald es gar ist, und Sie werden kein anderes Speiseöl mehr verwenden wollen!1



1 nach Scotto/Forgeur: Olivenöl. Das grüne Gold des Mittelmeers, München 1996

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